Weinpräsentation der Garagenwinzer

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Datum/Zeit
Date(s) - 30/03/2019
Ganztägig

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Die Ahrtaler Garagenwinzer laden zur Weinprobe                                 Weinpräsentation der AhrTypen in der Synagoge Ahrweiler
Vier kleine Weingüter, sogenannte Garagenwinzer, aus dem Ahrtal laden am Samstag 30. März 2019 zur Weinpräsentation in die Ehemalige Synagoge Ahrweiler von 14.00 bis 19.00 Uhr ein. So bieten das Weingut Stefan Kurth aus Ahrweiler bei Bachem, der Winzer Dr. Michael Ahrend (Ahrweiler) sowie das Bio-Weingut Michael Fiebrich aus Mayschoß/ Laach und das Walporzheimer Weingut Heinz Peter Bier insgesamt mehr als 30 verschiedene Weine an. Viermal schon konnten die Garagenwinzer in den letzten Jahren die Weinkenner in der Ehemaligen Synagoge in Ahrweiler und in der Zehntscheuer von der Qualität ihrer Rebensäfte überzeugen. „Wir haben eben kein Schloss als Weingut“, sagt der gelernte Winzer Stefan Kurth, der auf über 2 Hektar Gesamtanbaufläche mehrere Weinbergslagen im Rotweinanbaugebiet der Ahr bewirtschatet. Er ist mit seinem Weingut tatsächlich in Garagen beheimatet. Die Gastaussteller Oliver Heimermann von oli-veto.de und „Kolvenbacher Ziegenhof“ Bad Münstereifel-Kolvenbach werden mit ihren Spezialitäten wie Olivenöle Essig, Käsen, Oliven und Dips in der Ehemalugen Synagoge für kulinarische Abwechslung sorgen. Weinfachautor Paul Gieler stellt seine Bücher über das Ahrtal vor. Bereichert wird die Präsentation mit Bildern der Bonner Künstlerin Johanna Hendel und Arbeiten des Grafikers Jörg Thies. „Garagenwinzer sind oft Individualisten, die ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben“, sagt Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut in Mainz. Sie konnten kein Familienweingut übernehmen – sondern mussten sich den Betrieb selbst aufbauen. Der Ertrag summiere sich am Anfang oft nur auf ein paar tausend Flaschen – die Fässer passten quasi noch alle in eine Garage. Da die Mini-Weingüter nicht auf Masse bauen könnten, gehe es bei ihnen meist um besonders hohe Qualitäten. „Sie setzen auch weniger auf Technologie, sondern machen vielmehr aus der Not eine Tugend und produzieren sehr naturbelassene Weine“, erklärt Büscher. Viele der Garagen-Winzer starten ihre Weinbau-Karriere als Nebenberuf. Doch wenn der Betrieb gut läuft, kauften viele Weinberge hinzu. Ab einer Fläche von rund drei Hektar könne man von einem Weingut leben, erklärt Büscher. Daher entwachsen die meisten erfolgreichen Garagen-Winzer bald dem Exoten-Status. Nach den Schätzungen von Büscher gibt es mehrere Dutzend in Deutschland. Die Betriebe der genannten Ahrtaler Garagenwinzer und AhrTypen sind noch erheblich kleiner. Der Wein wird im Privatkeller, in einem kleinen Gewölbe, im Kloster oder eben in einer Garage erzeugt. Die Winzer sind ursprünglich promovierter Biochemiker, Agrarwissenschaftler, Obstbauer oder eben Winzer. Sie sind starke, auf Ökologie und Nachhaltigkeit achtende Individualisten. Ursprünglich und authentisch – wie die Weine, welche sie herstellen. Genießen können Besucher Weine, die man nicht überall zu kaufen bekommt. Die Besucher zahlen 20 Euro Eintritt und haben damit Gelegenheit, die vielfältigen Weine der Garagenwinzer zu verkosten und mit den Erzeugern zu sprechen. Wasser und Brot sind inklusive. Die eigene Note der Weinindividualisten findet man auch in den vielen kleinen aber feinen Weineditionen. „Wir sind freier als die großen Betriebe. Wir müssen nicht nur nach den Bedürfnissen des Marktes produzieren“, sagt Fiebrich, der 1,2 ha im Ahrtal Rebfläche bearbeitet. Mit 0,5 Hektar Rebfläche ist auch der Betrieb von Dr. Michael Ahrend von überschaubarer Größe. Karten im Vorverkauf zu 20,- € (Der Eintritt wird bei einem Kauf von mind. € 150,- verrechnet) gibt es ab sofort persönlich bei den Winzern, in der „Plattenkiste“ in Bad Neuenahr, in der „Buchhandlung am Ahrtor“ in Ahrweiler, der Ahrweiler Weinstube Steinfeld oder unter www.erlebnis-ahrwein.de